Plagiatsvorwürfe zurückgewiesen: Die Universität Trier hat in zwei voneinander getrennten Verfahren Vorwürfe von Herrn Dr. Otto A. Baumgärtel (München) gegen mich zurückgewiesen, laut denen ich gegen die gute wissenschaftliche Praxis verstoßen haben soll.
 

Gegenstand war ein aus einem studentischen Projekt hervorgegangener Beitrag in einem von mir und einem Universitätskollegen 2011 herausgegebenen Sammelband bei der Wissenschaftlichen Buchgesellschaft, bei dem mein studentischer Co-Autor und ich auf einen 1982 von Dr. Otto A. Baumgärtel publizierten Aufsatz Bezug nehmen.
 

Die unhaltbaren Vorwürfe wurden von Dr. Otto A. Baumgärtel erstmals am 5. Januar 2015 in einem Brief an mich erhoben. Beigelegt war eine von ihm in Auftrag gegebene Stellungnahme einer großen Kanzlei vom 2. Januar 2015 über zivil- und strafrechtliche Aspekte und mögliche Konsequenzen, die man aus meinem angeblichem „wissenschaftlichen Fehlverhalten“ ableiten könnte. Die Kanzlei regte zudem ein Nachdenken darüber an, ob nicht „in der Fachöffentlichkeit eine Diskussion … angestoßen werden sollte“. Seine unhaltbaren Vorwürfe schickte Dr. Otto A. Baumgärtel gleichzeitig als Kopie an meinem Mitherausgeber, an die Wissenschaftliche Buchgesellschaft und die Schriftleitung der Mitteilungen des Vereins für Geschichte der Stadt Nürnberg. Später kamen als Adressat neben der Universitätsleitung auch die Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz hinzu.
 

Nachdem Herr Dr. Otto A. Baumgärtel einem persönlichen Treffen ohne Vorbedingungen nicht zustimmen wollte, habe ich zuerst persönlich wie später durch eine Fachanwältin für Urheber- und Medienrecht die Vorwürfe des Plagiats zurückgewiesen bzw. zurückweisen lassen. Zudem habe ich mich am 18. Februar 2015 bei der zuständigen Stelle der Universität Trier selbst angezeigt und dieser alle Unterlagen bezüglich des Plagiatsvorwurfes zur Verfügung gestellt.
 

Die immer wieder von Herrn Dr. Otto A. Baumgärtel angekündigte Klage erfolgte nicht, ebenso wenig der Versuch, seinen umfangreichen Forderungskatalog (wie Rückruf der im Handel befindlichen Bücher) gerichtlich gegen mich oder den Verlag durchzusetzen. Meine entgegenkommenden Vorschläge zum gütlichen Vergleich wurden von ihm zurückgewiesen.
 

Nach einigem Hin und Her, bei dem die Vorwürfe und Forderungen immer umfangreicher wurden, veröffentlichte Herr Dr. Otto A. Baumgärtel am 08. Mai 2015 seine unhaltbaren Vorwürfe in einem offenen Brief im Internet auf einer von ihm neu gegründeten Plattform „www.rotschmiede.de“. Obwohl ein solches Forum nur von einem sehr, sehr kleinen Kreis von Spezialisten aufgerufen wird, hat er den offenen Brief dank seiner professionellen Kenntnisse (er hat die Geschäftsführung von „iCONSULT Forschung & Consulting für Marketingentscheidungen GmbH“ in München inne) in kürzester Zeit bei Suchmaschinen auf die erste Trefferseite gebracht, wenn man meinem Namen im Internet nachgeht.
 

Die dann von Dr. Otto A. Baumgärtel angerufene „Ombudsperson zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis an der Universität Trier“ wie die von ihm später über den Präsidenten der Universität Trier eingeschaltete „Forschungskommission“ haben am 25. Juni bzw. am 13. Oktober 2015 unabhängig voneinander festgestellt, dass der „Vorwurf des Plagiats unbegründet ist“ bzw. mir „kein Verstoß gegen die gute wissenschaftliche Praxis vorzuwerfen ist“.

 

Zusammenfassender „Bericht der Forschungskommission des Senats zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens“ der Universität Trier

Joachim von Sandrart: „Minerva und Saturn beschützen Kunst und Wissenschaft vor Neid und Lüge“, 1644

Nach der zweimaligen Zurückweisung stellte Herr Dr. Otto A. Baumgärtel am 09. November 2015 einen weiteren offenen Brief auf seine von ihm neu gegründete Plattform „www.rotschmiede.de“ ein, der nun statt mir den Präsidenten, die Ombudsperson zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis sowie die Mitglieder der Forschungskommission der Universität Trier zum Adressaten hat, und hält darin seine unhaltbaren Vorwürfe aufrecht.
 

Dr. Otto A. Baumgärtel informierte zudem Herrn PD Dr. Hermann Horstkotte, der am Lehrstuhl für Alte Geschichte der RWTH Privatdozent ist sowie in Bonn als Journalist arbeitet. Dieser schrieb mir „als in Plagiatsvorwürfen ausgewiesener Journalist (s. nur Google unter meinem Namen)“ am 01. Dezember 2015 per E-Mail, dass er sich nun „auch dieser Sache annehmen“ möchte; Dr. Baumgärtel hatte ihm offensichtlich Unterlagen zur Verfügung gestellt („Sie können davon ausgehen, dass der entsprechende Schriftverkehr mir im Wesentlichen vorliegt“). Ohne meine Antwort abzuwarten, rief Herr PD Dr. Hermann Horstkotte bereits zwei Tage später an, um mir gegenüber in dem Telefonat seine „Empörung“ darüber zum Ausdruck zu bringen, wie die Universität Trier sich verhalten hätte („ein einmaliger Vorgang“); in diesem Sinne wurden weitere Angehörige der Universität Trier von ihm angerufen und um Stellungnahme gebeten. Am 08. Dezember 2015 fordert Herr PD Dr. Hermann Horstkotte (mit Cc an mich) per E-Mail die Universitätsleitung auf zu veranlassen („und mich über den Vollzug umgehend [zu] informieren“), dass der Hinweis auf dieses Telefonat auf meiner Homepage gelöscht wird und sieht sein „Recht auf freie Berufsausübung beschädigt“. Die Anrufe bei „Mitglieder[n] der Uni und des Instituts“ dienten der Frage, ob nicht „durch die causa Tacke/Baumgärtel … das Image des Instituts in Mitleidenschaft gezogen würde“ – eine „Berichterstattung“ wird angekündigt.

 

Diese Unterseite wurde Mitte November 2015 online geschaltet.

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