Dr. des. Marina Beck M.A.

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Oberhausmuseum Passau im EU Projekt ViSIT

 

Ehem. Wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt Glasmaler unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Tacke
 

Ehemalige Wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt Edition der Zunftordnungen für Maler bis um 1800

 

E-Mail: marina.beck@passau.de oder marina.-beck@t-online.de

Biographisches

*1982, Beginn 2001 mit dem Studium der Geschichte und Germanistik, seit 2002 der Kunstgeschichte an der Universität Trier. 2006 Abschluss des Studiums der Geschichte und Germanistik mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Titel der Abschlussarbeit: „Die Repräsentation weiblicher Macht in der Neuzeit am Beispiel Maria Theresias“, Erstgutachterin: Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle). Magister Artium 2007 in der Kunstgeschichte und Geschichte (Titel der Abschlussarbeit: „Repräsentation ohne Vergangenheit? Gegenwartsbezug und Dynastiegedanke in der Rauminszenierung des Schlosses Schönbrunn 1755-1770“, Erstgutachter: Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke). Seit 2003 wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Kunstgeschichte in Trier. Seit 2005 bei Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke zur Vorbereitung des DFG-Projekts „Malerzunftordnungen“. Parallel seit 2008 Promotionsvorhaben zum Thema:  "Zeremoniell und Funktion im maria-theresianischen Schloss am Beispiel der Wiener Hofburg, Schloss Schönbrunn, Schloss Laxenburg und Schloss Hof“. Hierzu drei mehrmonatige Forschungsaufenthalte in Wien und Innsbruck, finanziert durch den DAAD, die Ernst-Mach-Stiftung und die Richard-Plaschka-Stiftung (beide in Österreich ansässig).

Schwerpunkte in Forschung und Lehre

  • Barocker Schlossbau (Architektur, Raumnutzung, Ausstattung)
  • Herrschaftszeremoniell in der Frühen Neuzeit 
  • Künstlersozialgeschichte

Stipendien

  • Reisestipendium des DAAD nach Wien und Innsbruck (2008)
     
  • Reisestipendium der Ernst-Mach-Stiftung nach Wien (2009)
     
  • Reisestipendium der Richard-Plaschka-Stiftung nach Wien (2010)

Promotion (betreut von Prof. Dr. Dr. Tacke)

 

Funktion und Zeremoniell im

mariatheresianischen Schlossbau (1740-1780).

Die Wiener Hofburg, Schloss Schönbrunn, Schloss Laxenburg, Schloss Holitsch und Schloss Hof

 

Die Arbeit untersucht die Funktion und das praktizierte Zeremoniell in den Schlössern Maria Theresias. Im Vordergrund steht hierbei die Frage, welche Schlösser die Herrscherin um- und ausbauen ließ und wie diese von Maria Theresia genutzt wurden. Untersucht wird die Raumdisposition und –nutzung der Herrschaftsappartements. Der zeitliche Rahmen beschränkt sich auf die Regierungsjahre Maria Theresias von 1740 bis 1780. Ausgangspunkt der Untersuchung ist das Zeremoniell, welches für die Herrscherjahre Maria Theresias aus den Quellen rekonstruiert wurde. Die Tatsache, dass eine Frau erstmals die Regierungsgeschäfte der Habsburger übernahm, bedeutete eine notwendige Anpassung an die veränderte Situation im Herrschaftszeremoniell und damit einhergehend der Repräsentation der Herrscherin in ihren Räumlichkeiten. Ziel der Arbeit ist es, eben diesen notwendigen modifizierten zeremoniellen Kontext zu untersuchen und vom Zeremoniell Rückschlüsse auf die Nutzung und Funktion der Räume in den am häufigsten frequentierten Schlössern Maria Theresias zu ziehen. 

Magisterarbeit

Repräsentation ohne Vergangenheit? Gegenwartsbezug und Dynastiegedanke in der Rauminszenierung des Schlosses Schönbrunn (1755-1770)

 

betreut von Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke, Oktober 2007

Staatsexamensarbeit

„Die Repräsentation weiblicher Macht in der Neuzeit am Beispiel Maria Theresias“, Erstgutachterin: Prof. Dr. Helga Schnabel-Schüle

Publikationen

2017: Publikation Beitrag zum herrschaftlichen Zeremoniell am mariatheresianischen Hof zur Tagung „Die Herrschaftsrepräsentation Maria Theresias“, Wien.

 

Beck, Marina : Notwendiges Regelwerk oder Idealisierung der Herrscherin? Hofleben und Hofzeremoniell, in: Iby, Elfriede / Mutschlechner, Martin / Telesko, Werner / Vocelka, Karl: Maria Theresia 1717-1780. Strategin - Mutter - Reformerin, Wien 2017, S. 166-171.

 

Beck, Marina: Funktion und Zeremoniell im mariatheresianischen Schlossbau (1740-1780). Die Wiener Hofburg, Schloss Schönbrunn, Schloss Laxenburg, Schloss Holitsch und Schloss Hof (Arbeitstitel), Deutscher Kunstverlag München 2016 (Druck der Dissertation geplant für Winter 2016, finanziert durch die VG Wort).

 

Beck, Marina, Timann, Ursula: „das malerwerck und glaßwerck nach seinem vermuegen underweysen“. The apprenticeship of Artists in the Guild Regulations for Painters in Europe, in: Edizoni Ca´Foscari. Publikation des Aufsatzes geplant für 2016.

 

Beck, Marina: Residenz oder Lustschloss? Die Funktion des Schlosses Schönbrunn zur Zeit Maria Theresias (1740-1780), in: Satzinger, Georg, Jumpers, Marc (Hgg.): Zeremoniell und Raum im Schlossbau des 17. und 18. Jahrhunderts, Münster 2014, S. 91-99, Abb. 1-3.

 

Beck, Marina: Die Grundlage aller Dinge: Die Zunftordnung der Seidensticker, Maler, Glaser, Bildhauer und Steinmetzen der Stadt Ingolstadt, in: Tacke, Andreas, Irsigler, Franz (Hgg.): Der Künstler in der Gesellschaft. Einführungen zur Künstlersozialgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Darmstadt 2011, S. 10-36.

 

Beck, Marina: Der lange Weg zum Meister: Formular eines Lehrbriefs und die Gesellenordnung der Maler, Glaser und Sattler in Münster, in: Tacke, Andreas, Irsigler, Franz (Hgg.): Der Künstler in der Gesellschaft. Einführungen zur Künstlersozialgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Darmstadt 2011, S. 37-69.

 

Beck, Marina, Jakusch, Jens: Lucas Cranach der Ältere: Der Wittenberger Maler, Drucker, Immobilienbesitzer und Betreiber einer Monopolapotheke mit Weinausschank, in: Tacke, Andreas, Irsigler, Franz (Hgg.): Der Künstler in der Gesellschaft. Einführungen zur Künstlersozialgeschichte des Mittelalters und der frühen Neuzeit, Darmstadt 2011, S. 231-248.

 

Rezensionen:
 

Eva Kernbauer, Aneta Zahradnik (Hgg.): Höfische Porträtkultur. Die Bildnissammlung der österreichischen Erzherzogin Maria Anna (1738–1789), Berlin/Boston, 2016, in: Journal für Kunstgeschichte, vol. 20, H. 3, 2016, S. 257–267.
 

Herbert Karner (Hg.): Die Wiener Hofburg 1521-1705. Baugeschichte, Funktion und Etablierung als Kaiserresidenz (Veröffentlichungen zur Bau- und Funktionsgeschichte der Wiener Hofburg, Bd. 2), Wien 2014, Journal für Kunstgeschichte, vol. 20, H. 1, 2016, S. 34-47.

 

Tagungsbericht:
 

Representing the Habsburg-Lorraine. Dynasty in Music, Visual Media and Architecture, c. 1618-1918, 8.-10. Juni 2015, Vienna. Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Kunstgeschichte und Musikwissenschaften / Austrian Academy of Sciences, Institute of History of Art and Musicology, in: H-Soz-Kult, 09.02.2016, <http://www.hsozkult.de/conferencereport/id/tagungsberichte-6377>.

Vorträge

Mai 2017: …dem russischen Botschafter zum besonderen Wohlgefallen. Das Herrschaftszeremoniell am Wiener Hof zur Zeit Maria Theresias auf der Tagung: Weibliche Herrschaft im 18. Jahrhundert, 11. – 13. Mai 2017, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, organisiert von Bettina Braun, Jan Kusber, Matthias Schnettger.
 

29. März 2017: Das Hofzeremoniell als Medium der Herrschaftsinszenierung Maria Theresias auf der Tagung „Die Herrschaftsrepräsentation Maria Theresias“ organisiert von Dr. Werner Telesko am Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen, Österreichische Akademie der Wissenschaften (IKM) anlässlich des Maria-Theresien-Jubiläums zu ihrem Geburtstag 2017.

 

Februar 2017: Bruderschaften als Auftraggeber von Kunstwerken auf der Tagung: Multifunktionale Dienstleister. Frühneuzeitliche Bruderschaften in der Habsburgermonarchie, 23. – 25. Februar 2017, Salzburg, organisiert von Martin Scheutz, Christine Gigler, Elisabeth Lobenwein, Alfred Stefan Weiß

 

16. September 2016: Die weibliche Herrscherin im männlichen Krönungszeremoniell: Eine Problemanalyse am Beispiel Maria Theresias (1740-1780) auf der Tagung: More than Mere Spectacle. Inaugrations and Coronations in the Habsburg Monarchy, 1700-1848, 15-16. September 2016, Gent, organisiert von der Ghent University History Department und UGent/VUB Institute of Early Modern History.

 

25. Juni 2016: Uniform macht Macht. Zur Funktion der Ordensuniformen und Krönungsornate in der Herrschaftsinszenierung Maria Theresias auf dem 3. Schweizerischer Kongress für Kunstgeschichte in Basel, Sektion: L’art de la distinction. Uniforme et identité dans le portrait, Leitung: Angela Benza, Université de Lausanne , Cyril Lécosse, Université de Lausanne.

 

17. Februar 2016: Alltagsgeschichte(n) am Wiener Hof. Das Zeremoniell in den Residenzen, Jagd- und Lustschlössern Maria Theresias (1740-1780) beim Förderverein des historischen Instituts (fhi). Verein zur Förderung des Historischen Instituts und der Antikensaalgalerie an der Universität Mannheim e.V.

 

13. Dezember 2014: Between the king´s two bodies. Zwischen (weiblicher) Herrschaft und (männlichem) Hofzeremoniell: Eine Problemanalyse am Beispiel Maria Theresias (1740-1780) auf der Tagung Repraesentatio Majestatis. Intermediale Konstruktionen herrschaftlicher Macht zwischen dem 15. und 19. Jahrhundert vom 12. bis 13. Dezember 2014 an der Universität Bern, organisiert von Dr. Eva Ehninger (Bern), Dr. Ariane Koller (Bern), Jun.-Prof. Dr. Anna Pawlak (Tübingen).

 

10. Oktober 2014: Guilds Regulations for Painters in Europe. An Chronological and Geographical Introduction, auf der internationalen Tagung Garzoni. Apprendistato, Lavoro e Società a Venezia e in Europa, XVII-XVIII secolo vom 10. bis 11. Oktober 2013 an der Università Ca’Foscari Venezia und dem Archivio di Stato di Venezia in Venedig.

 

13. Februar 2014: Die zunftgebundene Ausbildung von Malern und Glasmalern am Oberrhein. Eine exemplarische Untersuchung zu einem europäischen Phänomen der Künstlersozialgeschichte auf der im Rahmen der gemeinsam mit dem GWZO Leipzig organisierten Tagung: Between Continuitiy and Controversy. Refraiming the Outlines of Artistic Production in Central Europe until 1800/ Kontinuität und Kontroversen. Rahmenbedingungen künstlerischer Produktion in Mitteleuropa bis 1800.

 

23. Januar 2014: Die frühen Malerordnungen. Zum historischen und geographischen Kontext der Goldenen Tafel mit Blick auf Lüneburg im Rahmen des Round Tables: Rechte und Ordnungen. Die goldene Tafel in Lüneburg, Organisation: Marina Beck, Martina Dlugaiczyk, Antje-Fee Köllermann in Kooperation mit dem Niedersächsischen Landesmuseum Hannover, 23./24. Januar 2014.

 

20. September 2013: Vor der Greencard: Fragen zur Künstlermobilität im Spiegel sozialhistorischer Quellen im Rahmen des Zweiten Forums Kunst des Mittelalters vom 18. bis 21. September 2013 in Freiburg/Breisgau.

 

20. März 2013 gemeinsam mit Dr. Monika Borowska: »Künstler, Künstler, du musst wandern ...« Ausbildungsbestimmungen für Künstler und ihre Auswirkungen auf die Kunstvermittlung, im Rahmen des Deutschen Kunsthistorikertages „Ohne Grenzen“ in Greifswald, Sektion: Kulturtransfer, Akteure und Wege im östlichen Mitteleuropa des Hohen und Späten Mittelalters, Leitung: PD Dr. Jiří Fajt, GWZO an der Universität Leipzig, 20-24. März  2013.

 

9. Mai 2012: Ausbildung – Werkstatt – Absatzmarkt: Die Arbeitsbedingungen der Glaser, Glasmaler und Maler im Spätmittelalter und der Frühen Neuzeit im Rahmen des Fachtreffens des Corpus Vitrearum Medii Aevi von Deutschland und der Schweiz, der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte und Museumskolleginnen und –kollegen in Freiburg i. Brsg. am 9./10. Mai 2012.