Dr. des. Sarah Babin M.A.

 

 

Ehemalige Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Kunstgeschichte Trier

 

 

E-Mail:

s.babin@3landesmuseen.de oder

sarah.babin@gmx.de

Biographisches

Geboren 1986; 2005 Beginn des Studiums der Kunstgeschichte (Nebenfächer: Klassische Archäologie, Neuere und Neueste Geschichte) an der Universität Augsburg bei Prof. Dr. Gabriele Bickendorf und PD Dr. Dorothea Diemer; 2010 wissenschaftliche Mitarbeit bei der bayerischen Landesausstellung Bayern-Italien ("Künstlich auf Welsch und Deutsch". Kunstaustausch zwischen Bayern und Italien im 15./16. Jahrhundert); 2012 Magistra Artium; seit Herbst 2012 Doktorandin bei Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke; von Dezember 2012 bis Mai 2015 wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Kunstgeschichte (mit besonderem Schwerpunkt Frühe Neuzeit) in Trier (Bearbeitung des Nachlasses Bushart; Mitarbeit am Bestandskatalog der Deutschen Gemälde des 17. Jahrhunderts der Berliner Gemäldegalerie); Abschluss des Promotionsvorhabens 2015 mit Einreichen der Dissertation; Abschluss des Promotionsvorhabens Juli 2016; seit Februar 2016 wissenschaftliche Volontärin der Gemäldegalerie im Herzog Anton Ulrich-Museum in Braunschweig.

Promotion (betreut von Prof. Dr. Dr. Tacke)

„Das deutsche Selbstbildnis im 17. Jahrhundert“

 

Künstlerselbstbildnisse gehören nach wie vor zu den faszinierendsten Gemälden der Kunstgeschichte. Stets hat man versucht, in ihnen Aussagen über Persönlichkeit und Wesen der Künstler zu finden. Diese fanden vor allem im 17. Jahrhunderts immer wieder neue Formen der Selbstinszenierung, sei es als Maler in der eigenen Werkstatt wie Rembrandt, als Ehemann wie Peter Paul Rubens oder in aristokratischem Gewand wie Anthonis van Dyck.
Während die niederländischen, französischen, englischen und spanischen Selbstbildnisse des 17. Jahrhunderts seit den 1970er Jahren umfassend bearbeitet werden, fehlt es aber noch immer an einer Erforschung der Selbstporträts deutscher Barockmaler. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb, erstmals eine Sammlung deutscher Selbstbildnisse des 17. Jahrhunderts anzulegen. Im Vordergrund steht hier der Versuch zu demonstrieren, dass deutsche Maler anstrebten, sich mit Hilfe von Selbstbildnissen auf eine Ebene mit ihren europäischen Zeitgenossen zu stellen. Sie schlossen sich modernen kunsttheoretischen Diskursen an und suchten sich von ihrem sozialen Status als Handwerker zu nobilitieren. Ergänzt werden sollen diese Aussagen durch eine eingehende Betrachtung deutscher Künstlerporträts. Somit sieht sich diese Arbeit als Beitrag zur Erforschung deutscher Malerei des 17. Jahrhunderts.

Magisterarbeit

Die Selbstbildnisse des Augsburger Malers Johann Ulrich Mayr (1630-1704)“

 

Die Magisterarbeit beschäftigte sich mit den Selbstbildnissen des heute weithin unbekannten Augsburger Malers Johann Ulrich Mayr. Mayr, der  zu Lebzeiten zu den bedeutendsten und bekanntesten Porträtisten des 17. Jahrhunderts gehörte. Er fertigte eine Reihe eindrucksvoller und hoch intellektueller Selbstbildnisse an, die sich mit wichtigen kunsttheoretischen Diskursen auseinandersetzten. Ziel der Arbeit war es, offene Fragen dieser Bildnisse bezüglich der Datierung, ihrer Ikonographie, ihrer Stellung innerhalb der Malerei des 17. Jahrhunderts sowie ihres Verhältnisses zur internationalen Tradition der Selbstporträts zu untersuchen. Dabei wurde zudem der Versuch unternommen, die Bildnisse verschiedenen Darstellungstypen zuzuordnen und abschließend ihr Verhältnis zu Mayrs deutschen Kollegen zu erforschen.

Publikationen

Aufsätze 

  • 2015: ‚Kunst geht nach Brot!‘. Einige Bemerkungen zu Künstlerklagen in Stammbüchern des 17. Jahrhunderts, in: Münch, Birgit/Tacke, Andreas/ Herzog, Markwart/  Heudecker, Sylvia (Hg.), Die Klage des Künstlers. Krise und Umbruch von der Reformation bis um 1800, Petersberg 2015, S. 160-170.
     
  • 2014:  Hans Ulrich Franck (1590/94-1675). Maler, Zeichner, Radierer, in: Hagenmüller, Martina; Sponsel, Wilfried: Lebensbilder aus dem Bayerischen Schwaben, Band 18 (Schwäbische Forschungsgemeinschaft, Veröffentlichungen Reihe 3, Band 18), S. 183-202.
     
  • 2014: „als Muster der alten Schule aufbewahrt“  - vier vermeintliche Holbeintafeln aus der ehemaligen Klosterkirche zu Kaisheim, in: Mitteilungen des Historischen Vereins für Donauwörth und Umgebung. 2010-2012, S. 84-99.


Katalogartikel / Lemmata

  • (in Arbeit) Ludger tom Ring d.J., Ehepaarbildnisse des Abtes Johannes Lorbeer und der Katharina Lorbeer; Hendrik van Steenwijck d. Ä., Markt auf dem Aachener Rathausplatz, in: Im Aufbruch. Reformation 1517-1617. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung im Landesmuseum Braunschweig.
     
  • 2016: Kat. Nr. 78 (Johann Ulrich Mayr, David mit dem Haupt des Goliath); Kat. Nr. 79 (Johann Ulrich Mayr, Selbstbildnis von 1663) in: Trepesch, Christof (Hg.), Die Deutsche Barockgalerie im Schaezlerpalais. Meisterwerke der Augsburger Sammlung, Berlin 2016, S. 258-261.
     
  • 2016: Kat Nr. 4 (Joachim von Sandrarts Christus und die reuigen Sünder); Kat. Nr. 35 (Italienische Kopie nach Peter Paul Rubens, Kain und Abel); Kat. Nr. 98 (Thomas Couture, La Soif d'Or), in: Thierbach, Melanie, Die 7 Todsünden, Ausstellungskatalog Augsburg Diözesanmuseum St. Afra, Petersberg 2016.
     
  • 2008: Ferdinand Wagner: Putti mit Attributen des Meeres/ Putti vor einer Gondel mit Laute und Trinkpokal/ Putto mit Pfau/ Putti an einer Säule mit Rosen und Sonnenblumen, in: Entdeckungen. Malerei des 19. Jahrhunderts, Ausstellungskatalog München 2008, S. 202–207.
     

Rezensionen 

  • 2014: zusammen mit Thomas Dorfner, Rezension zu: Emmendörffer, Christoph [Hrsg.], Wunderwelt. Der Pommersche Kunstschrank ; [Katalog zur Ausstellung "Wunderwelt. Der Pommersche Kunstschrank" im Maximilianmuseum Augsburg, 28. März - 29. Juni 2014], Berlin 2014, in: Frühneuzeit Info, 25 (2014), S. 297-303.