Elsa Oßwald M.A.

Wiss. Mitarbeiterin im DFG-Projekt Glasmaler unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Tacke

 

Ehemalige Wiss. Mitarbeiterin im ERC-Projekt artifex

Doktorandin bei Prof. Dr. Dr. Tacke

 

E-Mail: elsa.osswald@gmail.com

Biographisches

Jahrgang 1984; 2005 bis 2012 Studium der Kunstgeschichte und Betriebswirtschaftslehre an der Universität Trier; Abschluss mit einer Magisterarbeit zum Thema ›Die Karikatur des Künstlers. Ein kulturwissenschaftlicher Beitrag zur Künstlerdarstellung in der Satirezeitschrift Fliegende Blätter bis zur Reichsgründung‹; März 2008 bis Dezember 2013 studentische und wissenschaftliche Hilfskraft in dem vom Historisch-Kulturwissenschaftlichen Zentrum Trier finanzierten Forschungsprojekten ›GnoVis - Gnomisches Wissen im Raum der Bilder. Die Visualisierung von Sprichwörtern und Formelhaftigkeit in der Kunst des Mittelalters und der Frühen Neuzeit‹ und ›Wissensraum Alltag: Die Genese der Genremalerei‹, beide unter der Leitung von Prof. Dr. Birgit Ulrike Münch (Bonn); August 2012 bis Mai 2014 wissenschaftliche Hilfskraft mit Abschluss und seit Juni 2014 wissenschaftliche Mitarbeiterin sowie Doktorandin an der Trierer Arbeitsstelle für Künstlersozialgeschichte in den Teilprojekten Hofkünstler, Zunftordnungen, artifex und Glasmaler unter Leitung von Prof. Dr. Dr. Andreas Tacke.

Dissertationsvorhaben (betreut von Prof. Dr. Dr. Tacke)

Die Künstler Haarlems. 

Konstruktion und Manifestation der ›Haarlemer Malerschule‹.
Eine Studie zur Rezeptionsgeschichte mit Fokus auf die frühneuzeitliche Vitenliteratur.

(Arbeitstitel)

Das Dissertationsprojekt analysiert die Frage, wie sich das Bild einer Künstlergruppe manifestiert und welchen Zäsuren und Veränderungen es im Zeitablauf unterliegt. Zu diesem Zweck wird untersucht, inwieweit die Gruppe der Haarlemer Maler in verschiedenen Werken der Künstlerbiographik beschrieben und kategorisiert worden ist. Ziel der Arbeit ist es, zu zeigen, wie diese frühneuzeitlichen Einschätzungen unser heutiges Verständnis der ›Haarlemer‹ geprägt haben. Denn, ob eine neue Auffassung der Landschaftsmalerei, die Etablierung des Schützenstücks oder eine Verbreitung des Monochromen Banketjes – die mit der Haarlemer Malerschule in Verbindung gebrachten Spezifika sind vielfältig. Durch die Befragung von Künstlerviten soll geklärt werden, inwiefern diese Zuordnungen bereits in zeitgenössischen Kompendien entwickelt wurde oder, ob eine Zusammengehörigkeit erst im Nachhinein konstruiert worden ist. Im Fokus stehen jene Künstler, die wir auf Basis heutigen Wissens mit Haarlem in Verbindung bringen können und denen in den Vitensammlungen Karel van Manders (1604/1617), Cornelis de Bie (1661(62)), Joachim von Sandrarts (1675–80), Roger de Piles (1699), Arnold Houbraken (1718–21), Jacob Campo Weyerman (1729/69), Jan van Gool (1750/51) Platz eingeräumt wurde. Die Auswertung des Materials mit dem Ansinnen bestimmte Muster in der Beschreibung der Haarlemer Maler als Einzelne und als Gruppe herauszufiltern, erfolgt mit Hilfe einer systematischen Inhaltsanalyse und soll im Ergebnis einen Beitrag zum Phänomen der Kanonbildung und so zur Geschichte der Kunstgeschichte leisten. 

Magisterarbeit

Die Karikatur des Künstlers.
Ein kulturwissenschaftlicher Beitrag zur Künstlerdarstellung
in der Satirezeitschrift Fliegende Blätter bis zur Reichsgründung 

(Mai 2012)

 

Die Magisterarbeit stellt das Image des Bildenden Künstlers in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts anhand karikierter Darstellungen der Münchener SatirezeitschriftFliegende Blätter (1844-1944) in den Mittelpunkt. Auf Grundlage einer Zeitschrift, die als erster erfolgreicher Versuch gilt, nach dem französischen Pendant Le Charivariund dem in England erschienenen Punch, auch eine deutsche Satirezeitschrift zu etablieren – und mit diesem Renommee eine breite Leserschaft erreichte – wird versucht, das öffentliche Bild des Künstlers in der Zeit von 1844 bis 1871 zu rekonstruieren. Dabei versteht sich die Arbeit nicht als Fixierung eines finalen Ergebnisses, sondern in erster Linie als eine Möglichkeit anhand einer systematischen Vorstellung, Eingrenzung, Beschreibung und Kategorisierung des Materials das visuell manifestierte und implizierte Bild des Künstlers fassbar zu machen. [Publikation hier]. 

 

Publikationen

 

2016 Art. ›Marianne North‹, in: Allgemeines Künstlerlexikon, Berlin / New York, Bd. 93, S. 24–25.

 

2015 Konferenzbericht zu »Die Klage des Künstlers«, in: H-ArtHist, 25.02.2015. [mit Alison G. Stewart]

 

2014 Art. »David Martin«, in: Allgemeines Künstlerlexikon, Berlin / New York.

 

2014 Kat. Nr. 74 »Jeder Hausierer preist seine eigenen Waren« / Kat. Nr. 75 »Der sorglose Bettler«, in: Kat. Ausst. Pieter Bruegel d.Ä. und das Theater der Welt, hgg. v. Ingrid Mössinger und Jürgen Müller, Kunstsammlungen Chemnitz, Berlin/München, S. 240-243.

 

2014 Art. »Kerstiaen de Keuninck«, Art. »François-Joséphe Kinsoen«, in: Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 80, Berlin / New York.
 

2013 Einführung zum »Themenportal Künstlersozialgeschichte« [mit Marina Beck, Martina Dlugaiczyk, Birgit Ulrike Münch, Andreas Tacke, Benno Jakobus Walde].

 

2013 Die Karikatur des Künstlers. Ein kulturwissenschaftlicher Beitrag zur Künstlerdarstellung in der Satirezeitschrift »Fliegende Blätter« bis zur Reichsgründung, Mag.-Arb. Univ. Trier 2012.
 

2013 Art. »Jacques Jonghelinck«, in: Allgemeines Künstlerlexikon, Bd. 78, Berlin / New York.
 

2013 Konferenzbericht zu »Reframing Jordaens. Iconography and Interpretive Contexts«, in: Unijorurnal. Zeitschrift der Universität Trier 39.2, S. 16.
  

2013 Konferenzbericht zu »Boors, Bagnios and Brothel: Mapping the birth of genre painting before 1550«, in: Unijorurnal. Zeitschrift der Universität Trier 39.1, S. 20–22.  [mit Sarah-Sophie Riedel]
 

2012 Formelhafte Wendungen im Œuvre Jacob Jordaens’. Katalogteil 1: Von Wie die Alten sungen, so zwitschern die Jungen bis Es sind gute Kerzen die vorleuchten, in: Jordaens. Genius of Grand Scale – Genie Großen Formats, hrsg. v. Birgit Ulrike Münch / Zita Ágota Pataki, unter Mitarb. v. Elsa Oßwald / Sarah-Sophie Riedel, Stuttgart, S. 45–66.